Born-Out - Chronic Fatigue Syndrom
Das Burn-Out Syndrom äußert sich durch Lustlosigkeit, Gereiztheit, Gefühle des Versagens, Angstzustände, Überforderung, mangelndes Interesse und Motivationslosigkeit, Müdigkeit und Erschöpftheit, Schlaf- und Konzentrationsstörungen, Verzweiflung, Stimmungsschwankungen und körperliche Beschwerden wie z.B. Kopfschmerzen und Magen-, Darm-Beschwerden. Das Bild des Burn-Out Syndroms kann sehr unterschiedlich ausfallen, was die Diagnose erschwert. Ein vertrauensvoller und intensiver Kontakt zum Therapeuten ist hierbei sehr hilfreich.
Mögliche Ursachen für den Burn-Out sind zahlreich: Angefangen von psychischen Hintergründen (z.B. mangelndes Selbstwertgefühl, Helfersyndrom, Abgrenzungsprobleme, nicht Nein sagen können, mangelhafte Stressbewältigung) über äußere Einflüsse (z.B. Arbeitgeberwechsel, Konfliktsituationen, Rollenprobleme) bis hin zu gesellschaftlichen Ursachen (z.B. Religion, gesellschaftliche Erwartungen) sind viele Gründe für die Entstehung des Zusammenbrechens denkbar. Auch die Stoffwechsellage des Patienten ist stark betroffen und spielt wenn nicht ursächlich zumindest therapeutisch eine große Rolle.
Der Patient erkennt meist seine Situation nicht an, weshalb das Burn-Out-Syndrom manchmal bis zum körperlichen und geisten Zusammenbruch fortschreitet. Überprüfen Sie sich selbst. Folgende Frühwarnzeichen sollten Sie dazu anregen ein therapeutisches Gespräch zu führen:
- Schlaflosigkeit, Stimmungsschwankungen, stete Erschöpfung
- depressive Verstimmungen
- pessimistische Grundhaltung
- Kraftlosigkeit bei gleichzeitiger Nervosität oder Aggressivität
- gestörtes Beziehungsleben (Partner, Familie, Freunde)
- Suizidgedanken
- Verspannungen
- Magen-Darmbeschwerden unklarer Genese
- rezidivierende Infekte
Folgende Fragen dienen der Diagnosestellung (Maslach Burnout Inventory):
- Ich fühle mich von meiner Arbeit ausgelaugt.
- Am Ende eines Arbeitstages fühle ich mich erledigt.
- Ich fühle mich müde, wenn ich morgens aufstehe und wieder einen Arbeitstag vor mir habe.
- Es gelingt mir gut, mich in meine Klienten hineinzuversetzen.
- Ich glaube, ich behandle einige Klienten, als ob sie unpersönliche „Objekte“ wären.
- Den ganzen Tag mit Leuten zu arbeiten ist wirklich eine Strapaze für mich.
- Den Umgang mit Problemen meiner Klienten habe ich sehr gut im Griff.
- Durch meine Arbeit fühle ich mich ausgebrannt.
- Ich glaube, dass ich das Leben anderer Leute durch meine Arbeit positiver beeinflusse.
- Seit ich diese Arbeit mache, bin ich gleichgültiger gegenüber Leuten geworden.
- Ich befürchte, dass diese Arbeit mich emotional verhärtet.
- Ich fühle mich voller Tatkraft.
- Meine Arbeit frustriert mich.
- Ich glaube, ich strenge mich bei meiner Arbeit zu sehr an.
- Bei manchen Klienten interessiert es mich eigentlich nicht wirklich, was aus/ mit Ihnen wird.
- Mit Menschen in der direkten Auseinandersetzung arbeiten zu müssen, belastet mich sehr.
- Es fällt mir leicht, eine entspannte Atmosphäre mit meinen Klienten herzustellen.
- Ich fühle mich angeregt, wenn ich intensiv mit meinen Klienten gearbeitet habe.
- Ich habe viele wertvolle Dinge in meiner derzeitigen Arbeit erreicht.
- Ich glaube, ich bin mit meinem Latein am Ende.
- In der Arbeit gehe ich mit emotionalen Problemen sehr ruhig und ausgeglichen um.
- Ich spüre, dass die Klienten mich für einige ihrer Probleme verantwortlich machen.
- Ich fühle mich meinen Klienten in vieler Hinsicht ähnlich.
- Von den Problemen meiner Klienten bin ich persönlich berührt.
- Ich fühle mich unbehaglich bei dem Gedanken daran, wie ich einige meiner Klienten behandelt habe.
Alle Fragen werden mit Häufigkeit und Intensität beantwortet, wodurch die Dimensionen Erschöpfung, Depersonalisierung und Leistungsfähigkeit erfasst werden.